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Presseinformation 02/2018

Vorsorgevollmacht wird immer wichtiger!

DRK- Mainz Bürgerinnen und Bürger denken nur selten daran, Vorsorge für weniger gute Zeiten zu treffen – nämlich für den Fall, dass sie infolge eines Unfalls, einer schweren Erkrankung oder auch durch Nachlassen der geistigen Kräfte im Alter ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wie gewohnt regeln können. Dabei ist in anderen Bereichen Vorsorge selbstverständlich – so bei der finanziellen Absicherung durch Vermögensbildung oder Versicherungen vielfältiger Art. Allerdings sollte sich jeder auch einmal die Frage stellen, wer im Ernstfall Entscheidungen für ihn treffen soll, wenn er selbst vorübergehend oder auf Dauer nicht mehr hierzu in der Lage ist, und wie seine Wünsche und Vorstellungen Beachtung finden können. Wurde keine Vorsorgevollmacht erteilt, muss ein gerichtliches Betreuungsverfahren eingeleitet werden. Bei der Betreuung bekommen die Betroffenen für die Angelegenheiten, die sie ganz oder teilweise nicht besorgen können, einen Betreuer oder eine Betreuerin als gesetzlichen Vertreter. Das Deutsche Rote Kreuz verzeichnet weiterhin steigende Hinterlegungen von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Insbesondere ist für die Verfügenden von Interesse, dass die Verfügungen und Vollmachten sicher und zuverlässig aufbewahrt werden und rund um die Uhr im Bedarfsfall den behandelnden Notfallmedizinern kurzfristig zur Verfügung stehen. Dieser Service ist nicht nur für Alleinstehende sehr wertvoll. Gerade die 24 Stunden Verfügbarkeit ist einmalig in der gesamten Bundesrepublik. Das DRK Zentralarchiv hat bereits zur Gründung der Einrichtung großen Wert darauf gelegt, dass die Verfügungen immer dann, wenn sie ärztlich benötigt werden, kurzfristig zur Verfügung stehen. Die Rückmeldung der Intensivmediziner bestätigt das Konzept und lobt die Verantwortlichen des Zentralarchivs für die problemlose Bearbeitung der Notfälle. Das Zentralarchiv für Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen in Mainz ist seit 1996 das bundesweite Kompetenzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes. Jeder der Verfügungen im Zentralarchiv einlagern lässt, erhält eine spezielle Notfallkarte im Scheckkartenformat. Auf dieser Karte können Ärzte und Richter ersehen, welche Verfügungen und Vollmachten archiviert wurden. An Hand der Notfallkarte kann dann zu jeder Tages- und Nachtzeit im Notfall die Verfügung angefordert werden. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes stehen montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter der Servicenummer 06131/221117 für Fragen und Anforderungen von Informationsmaterial zur Verfügung. Selbstverständlich erreicht man das Zentralarchiv auch über info@drkovmainz.de

23. Februar 2018 17:12 Uhr. Alter: 150 Tage